Mitreden statt zuschauen: Die Arbeitsgruppen der CDA NRW

Neun Gruppen, über 150 Bewerbungen und Ideen für das Wahlprogramm 2027

Politik nur zu konsumieren, reicht der CDA nicht. Seit der letzten Landestagung hat sich der Landesverband in NRW neu aufgestellt: In neun Arbeitsgruppen bringen Mitglieder ihr Wissen aus Beruf und Alltag ein, und zwar genau dort, wo die Themen entschieden werden. Auch die CDA Münster ist dabei.

Auf der Landestagung am 10. Oktober in Leverkusen hat der CDA-Landesvorsitzende Daniel Scheen-Pauls Bilanz gezogen: Mehr als 150 Mitglieder haben sich für die Mitarbeit in den Arbeitsgruppen beworben. Sein Satz dazu: „Unsere Mitglieder sind keine Politikkonsumenten, sondern Mitgestalter.“ Das kurze Video dazu findet ihr auf unseren Kanälen unter cda-muenster.de/social.

Wofür es die Arbeitsgruppen gibt

Im Frühjahr 2027 wählt Nordrhein-Westfalen einen neuen Landtag. Die CDU schreibt dafür ihr Wahlprogramm, und die CDA will dabei nicht nur Wünsche anmelden, sondern konkrete Vorschläge liefern. Genau das ist die Aufgabe der Arbeitsgruppen. Wer im Betrieb, in der Pflege, im Jobcenter oder in der Schule arbeitet, weiß oft besser als jeder Fachpolitiker, wo es hakt. Jede Gruppe hat bis zu zehn Mitglieder, eine Leitung und eine Stellvertretung, dazu einen Landtagsabgeordneten als Paten. Getagt wird oft digital, damit auch Berufstätige und junge Eltern mitmachen können.

Die neun Arbeitsgruppen

  • Arbeitsmarkt und Wirtschaft (Leitung Thomas Ziegler): Fachkräfte, Vermittlung vor Verwaltung, Tarifbindung, Mitbestimmung und ein starker Industriestandort.
  • Gesundheit, Pflege, Soziales (Unterarbeitsgruppen mit Heike Weiß und Benjamin Thomas): pflegerische Versorgung, Fachkräfte in der Pflege und Inklusion auf dem ersten Arbeitsmarkt.
  • Verkehr und Infrastruktur (Tilman Rami und Gereon Gödderz): verlässlicher Nahverkehr, dauerhaft finanzierte Infrastruktur und bessere Bedingungen für Lkw-Fahrer.
  • Kommunales, Bauen, Wohnen (Jacqueline Wegener): bezahlbares Wohnen, Eigentum für die Mitte und mehr Wohnraum aus dem Bestand.
  • Schule und Bildung (Christian Brandt): Berufsorientierung, Berufskollegs, Hauptschulen und der Hochschulzugang für beruflich Qualifizierte.
  • Innere Sicherheit, Opferschutz und Katastrophenschutz (Susanne Aumann): Schutz von Einsatz- und Rettungskräften, Opferschutz und Bevölkerungsschutz.
  • Generationengerechtigkeit (Kenan Yildiz): eine durchgängige Bildungskette von der Kita bis zur Ausbildung, Familien stärken, Kinderarmut bekämpfen, Integration.
  • Digitalisierung und Staatsmodernisierung (Sonja Dietl): weniger Bürokratie, digitale Verwaltung und ein sozial gestalteter Wandel der Arbeit durch KI.
  • Energie und Klima (Stefan Schielke): bezahlbare und sichere Energie, Wasserstoff, Mieterstrom und gute Industriearbeitsplätze.

Die Ergebnisse wurden auf der Landestagung vorgestellt und gehen als „Ideen für morgen“ in die Programmarbeit der CDU.

Was Münster beigetragen hat

Aus unserem Kreisverband arbeitet Philipp Bembenek in der Arbeitsgruppe Arbeitsmarkt und Wirtschaft mit. Die Gruppe hat ihre Vorschläge in drei Hebeln gebündelt: Zugang zum Arbeitsmarkt, gute Arbeitsbedingungen und ein starker Standort. Drei Punkte daraus stehen ganz vorne:

  • Vermitteln statt verwalten: Die Jobcenter sollen mehr Zeit für die Menschen haben und weniger für Papierkram.
  • Tarif bei öffentlichen Aufträgen: Wer mit Steuergeld bezahlt wird, zahlt Tariflohn, und das auch, wenn eine Kommune den Auftrag vergibt.
  • Industrie halten: Bezahlbarer Strom, damit gute Industriearbeitsplätze in NRW bleiben.

Mitmachen

Die Arbeitsgruppen zeigen, was die CDA ausmacht: Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer reden nicht über Politik, sie machen sie. Wer Lust hat, sich einzubringen, ist bei uns richtig, ob im Kreisverband Münster oder darüber hinaus. Meldet euch einfach bei uns oder schaut bei unserem nächsten offenen Treffen vorbei.